Steuer gegen Armut

Wirtschaftskrise, Finanzblase, Milliarden-Rettungspakete, Super-Boni für Bänker… Das sind die Dinge über die sich im Moment doch jeder aufregt. Nur die Betroffenen selbst, die Bänker, tun so als ob alles wie gewohnt weiter laufen könnte.

Das sich etwas ändern muss, dass wissen sonst eigentlich alle. Nur wie soll man so etwas umsetzen? Wie soll man die einflussreichen Lobbyisten der Banken übertrumpfen? Es gibt eine Möglichkeit für den normalen Bürger Gesetzesvorschläge einzureichen. Mit einer Petition. In Zeiten des Internets ganz praktisch: die Online-Petition. “Steuer gegen Armut” wird eine Petition beim G20-Gipfel am 26. Juni in Toronto einreichen, die eine kleine Finanztransaktionssteuer beinhaltet. Diese kleine Steuer könnte Milliarden zurück zum Bürger bringen.

Hier könnt Ihr Euch zur Erklärung den Clip mit Heike Makkatsch und Jan Josef Liefers anschauen:

Hier, der Inhalt der Petition:

Finanztransaktionssteuer - die Steuer gegen Armut!

An die Staats- und Regierungschefs der G20:

Sehr geehrte Damen und Herren,

beim letzten G20-Gipfel in Pittsburgh haben Sie die Verantwortung der Finanzindustrie für die globale Krise betont. Das exponentielle Wachstum der Finanzmärkte und ihre Orientierung auf kurzfristige Spekulationsgewinne haben ein Kasinosystem entstehen lassen. Mit dem Platzen der Blase haben Millionen von Menschen ihren Arbeitsplatz verloren. Überall in der Welt hat die Armut zugenommen, und die Zahl der Hungernden ist um 100 Millionen gestiegen.

Sie haben Hunderte Milliarden von Dollar mobilisiert, um die Banken und das Finanzsystem zu retten. Die brennenden sozialen Probleme und der Klimawandel werden dagegen nicht mit der Dringlichkeit bearbeitet und mit den Finanzmitteln ausgestattet, die dafür nötig sind. Ich glaube es ist an der Zeit, dass die Finanzindustrie, die jahrzehntelang von mangelhafter Regulierung profitierte, einen angemessenen Anteil an den Lasten der weitgehend von ihr verursachten Krise übernimmt. Eine Steuer auf Finanztransaktionen wäre das wirkungsvollste Instrument dafür. Sie würde:

* Geld bringen, mit dem die sozialen Folgen der Krise und globale öffentliche Güter wie z.B. Gesundheitsversorgung bezahlt und die Armut in der Welt sowie die Klimaerwärmung bekämpft werden können,
* zu mehr Stabilität des Finanzsystems beitragen, indem sie Spekulation und Überliquidität zurückdrängt.

Business as usual – das geht nicht! Sie treffen sich im kanadischen Toronto (26. – 27. Juni 2010), um über Reformen des internationalen Finanzsystems zu beraten. Ich möchte Sie dringend bitten, bei Ihrer Tagung eine Steuer auf alle Finanztransaktionen zu beschließen und damit der Welt zu zeigen, dass Ihren Worten auch Taten folgen.

Mit freundlichen Grüßen

Hier könnt Ihr unterzeichnen und ein Teil der Aktion werden:
http://www.steuer-gegen-armut.org/

Mitmachen!

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